Okt 05 2010
Zucht
Bartagamen erreichen ihre Geschlechtsreife in der Regel mit 12 Monaten. In seltenen Ausnahmen kann dies bereits mit 6 bis 8 Monaten gegeben sein. Im Zweifelsfall gilt jedoch lieber nichts zu überstürzen, um eine erfolgreiche Nachzucht nicht zu gefährden.
Verpaart werden können lediglich Tiere der gleichen Gattung. Eine Kreuzung von Pogona vitticeps und henrylawsoni führt zu nicht lebensfähigen oder kranken Jungtieren.
Balzverhalten und Paarung
Beides findet im Anschluss an die Winterruhe statt und lässt sich unschwer an einem veränderten Verhalten des Männchens beobachten. Es wird sich durch Kopfnicken, eine Schwarzfärbung des Bartes und unverkennbare Imponier-Gesten dem Weibchen „aufdrängen“. Der Begriff ist absichtlich gewählt, denn gelegentlich kann es vorkommen, dass das Männchen in seiner Fortpflanzungsbereitschaft zu dominant auftritt.
Es empfiehlt sich daher, die Tiere ein wenig zu beaufsichtigen. Zeigt sich das Weibchen paarungswillig, signalisiert es dies, indem es leicht kreisende Bewegungen mit den Vorderbeinen vollführt und sich dem Nackenbiss des Männchens nicht entzieht. Flieht das Weibchen nach diesem „Winken“ aber regelmäßig, scheint es mit dem Balzverhalten des Männchens überfordert zu sein. Bei einer derartigen Reaktion wäre eine kurzfristige Trennung anzuraten.
Die Eiablage
Herrschen im Terrarium geeignete Bedingungen und wurde das Weibchen erfolgreich befruchtet, kommt es innerhalb von drei bis sechs Wochen zur Eiablage. Garantiert ist dies allerdings nicht. Bartagamen besitzen die erstaunliche Fähigkeit, Spermien zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt beziehungsweise für mehrere Gelege zu nutzen. Führt die Verpaarung also nicht zum gewünschten Ergebnis, sollte zunächst geprüft werden, ob die nötigen Voraussetzungen zu Ablage geboten sind. Allen voran ein Platz, der dem Tier die Möglichkeit gibt, zu graben: Sandaufschüttungen mit einer Höhe von mindestens 20 cm oder eine spezielle Ablagebox mit ebenso hoch aufgefülltem Substrat.
Stimmen die Ausstattung, die Temperatur und die Versorgung des Weibchens (es benötigt in dieser Phase eine zusätzliche Kalziumration), sollte es kurz vor dem eigentlichen Ereignis damit beginnen verstärkt durch das Terrarium zu laufen und Probegrabungen durchzuführen. Einige Bartagamen hören auf zu fressen und man kann zudem oft die Eier als Ausbuchtungen sehen.
Die Eiablage selbst zieht sich über einen Zeitraum von drei Tagen bis maximal einer Woche hin und erreicht ihr Endstadium mit dem Tunnelbau des Weibchens. Zieht es sich über mehrere Stunden mit dem Hinterleib in dieses Loch zurück heißt es wachsam sein – und dafür zu sorgen, dass das Tier keinem Stress ausgesetzt wird. Schließlich legt jedes Weibchen im Durchschnitt 25 Eier und das allein bedeutet eine nicht unerhebliche Anstrengung.
Die Inkubation
Sobald das Weibchen den Tunnel verlassen und mit festgeklopftem Sand verschlossen hat, können die Eier vorsichtig entnommen werden. Länger als 24 Stunden sollte man damit nicht warten, da die Bartagamen sich dann entwickeln und unter Umständen schon durch kleinste Unachtsamkeiten getötet werden. Deshalb die Eier nie drehen oder drücken und mit Fingerspitzengefühl (einem Pinsel) vom Sand befreien.
Das „Ausbrüten“ übernimmt am besten ein Inkubator. Er gewährleistet eine stabile Temperatur (26 bis 30 Grad) und stellt eine wesentlich sicherere Umgebung dar als das Terrarium, in dem gefräßige Eltern dem Nachwuchs eventuell zum Verhängnis werden. Dazu die Eier in Boxen umlagern, die etwa zur Hälfte mit Vermiculit befüllt sind. Dieses Substrat speichert Wasser und garantiert bei richtigem Umgang die für das heikle Entwicklungsstadium unverzichtbare Feuchtigkeit (relative Luftfeuchtigkeit ca. 90 Prozent). Denn sowohl ein zu trockener als auch ein zu nasser Untergrund schaden der zukünftigen Bartagame. Das Vermiculit sollte deswegen regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls nachbefeuchtet werden. Ideal ist die Beschaffenheit des Substrats, wenn es sich zwar leicht verformen lässt, dabei jedoch kein Wasser heraussickert. Flüssigkeit auf den Eiern gänzlich vermeiden.
Die Aufzucht
Die Jungtiere schlüpfen meist innerhalb von 60 bis 80 Tagen, wobei die Grenze sich nach oben (ca. 50 Tage) oder unten (ca. 100 Tage) verschieben kann. Natürlich überlebt nicht jedes Ei diese Zeitspanne und beschädigte Exemplare müssen rasch aus dem Inkubator entfernt werden. Verständlicherweise erhöht das die Neugier auf die tatsächlich schlupfbereiten Bartagamen und mancher stolze Besitzer wird nervös, sollte sich der Prozess extrem lange hinauszögern. Trotzdem ist davon abzuraten, hier künstlich einzugreifen. Der Schlupf ist immer eine Probe für die Geduld – sogar nachdem das Tier seinen Kopf zum ersten Mal aus der Hülle streckt.
Hat die Bartagame sich erst einmal vollständig vom Ei befreit und begonnen, umherzulaufen, ist es angezeigt, den Neuankömmling in ein eigenes Terrarium umzusiedeln. Die Ausstattung orientiert sich am Terrarium der erwachsenen Tiere mit dem Unterschied, dass mehr Freifläche zur Verfügung stehen sollte, um den Kleinen den Nahrungsfang zu erleichtern. Darüber hinaus dürfen sie bis zu einem Alter von wenigen Monaten gerne in mittleren Gruppen gehalten werden. In diesem Zusammenhang gilt es aber, ein Auge auf das Sozialverhalten zu haben. Größere oder dominantere Tiere können Schwächeren das Futter streitig machen oder sie im Rahmen von Rangeleien verletzen. Ein zweites Terrarium schafft bei diesem Problem meist Abhilfe.
Bartagamen, deren Bauchdecke noch nicht gänzlich geschlossen ist, bitte gesondert unterbringen. Idealerweise in einem Behältnis ohne Einrichtung mit einem leicht angefeuchteten Küchenkrepp als Bodenbelag.





Hallo,
ich hab da eine Frage:
Ich habe ein Männchen und zwei Weibchen, das eine Weibchen hat gerade Eier abgelegt, dazu hatte ich sie anderweitig untergebracht. Jetzt ist die Gruppe wieder komplett und das Männchen ist ein bißchen zu glücklich, daß sein Harem wieder vollzählig ist – das heißt, es ist schon wieder fleißig am Decken. Ich mach mir etwas Sorgen um mein Weibchen, ob es dadurch nicht überfordert ist. Sollte ich die beiden noch mal trennen, damit sich das Weibchen noch etwas erholen kann, oder mach ich mir da zu viel Sorgen?
Gruß
Summi
—– Antwort —–
Hallo Summi,
natürlich ist es schwierig als der Ferne zu beurteilen, wie sehr das Männchen das Weibchen bedrängt. Aber nach deiner Beschreibung nach zu urteilen, würde ich sagen, trenne das Männchen am besten nochmals von den Weibchen. Eine Eiablage sowie die vorherige Trächtigkeit, fordert so einem Reptil natürlich auch einiges an Energie ab, da ist dann so ein “nerviges” Männchen nicht gerade ideal.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
hallo,
ich hab eine frage meine süße hat 18 eier abgelegt. Die einen sind gelb die anderen rosa, aber keine davon sind richtig weiß oder so verformt wie man es in den Bildern sieht. Die die rosa sind haben so einen komischen binkel an dem ei. Was soll ich machen ?? die einen sind richtig fest und prall die anderen noch total weich. Brauche dringend hilfe, bitte. Hab noch keine erfahrung, da das die erste ei ablage meiner süßen ist
liebe grüße steffi
—–Antwort—–
Hallo Steffi,
könnte es sein das es sich bei manchen Eiern vielleicht um Wachseier handelt? Manche Eier erscheinen leicht Rosa, das ist die Keimscheibe im Ei. Es gibt aber auch Eier die grundsätzlich leicht Rosa aussehen.
Da Bartagamen ja recht produktiv sind und du auch zahlreiche Eier hast, würde ich die Eier die am besten aussehen – fest und prall – dann ggf. in den Inkubator überführen, und die anderen gleich aussortieren.
Du kannst es aber natürlich auch mal mit allen Eiern versuchen, und später dann aussortieren.
Mit freundichen Grüßen
Ralf
Hallo,mein Weibchen hat Eier im Bauch seit ca.5 Wochen sichtlich ,legt sie aber nicht was mache ich nun wie lange kann so was dauern?Hat auch wenig appetit,mach mir sorgen! Gruss Jessica
—–Antwort—–
Hallo Jessica,
die Dauer der Trächtigkeit kann unterschiedlich lang dauern. Die Zeitspanne reicht von 3 oder 4 Wochen bis zu maximal 7 Wochen. Die reduzierte Nahrungsaufnahme kann auf eine bevorstehende Eiablage hinweisen. Hast du denn auch schon eine geeignete Möglichkeit zur Eiablage im Terrarium, und hat die Agame im Terrarium ausreichend Ruhe?
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Hallo!
Unsere Bartagamen haben vor einigen Wochen Eier gelegt, welche wir auch, wie überall beschrieben, in einen Inkubator gelegt haben. Die ersten 3 Babybartagamen sind vor 3 bis 4 tagen geschlüpft. Am Tag als wir festgestellt haben, das die Dottersäcke resorbiert waren, haben wir die 3 in ein kleines Aufzuchtbecken gesetzt.Jetzt stell ich mir die Frage, ab wann müssten die kleinen was fressen, und wenn sie die angebotene Futtertiere nicht annehmen, was kann ich machen? Wie erfahre ich ob ich männliche oder weibliche Jungtiere habe, und wie lange kann es dauern bis der Rest des Geleges ( weitere 8 Eier) schlüpft?
Danke schon mal im Vorraus!
Mit freundlichen Grüßen
Astrid
—– Antwort —–
Hallo Astrid,
mache Bartagamen-Schlüpflinge fressen schon nach ein oder zwei Tagen Insekten, bei anderen kann es auch mal eine gute Woche dauern. Das ist sehr unterschiedlich, daher kann man auch keine pauschalen Angaben dazu machen. Ich würde die Kleinen in den ersten Tagen möglichst “in Ruhe lassen”, und es dann mal mit einzelnen kleinen ggf. auch verschiedenen Futterinsekten versuchen. Wichtig ist aber das die Bartagamen-Schlüpflinge ausreichend Feuchtigkeit bzw. Wasser aufnehmen, das sollte überwacht werden. Ansonsten könnten Sie dehydrieren. Wenn sie nicht freiwillig aus der Wasserschale trinken sollten, kannst du ihnen zur Not täglich ein paar Tropfen Wasser mit einer Pipette vorsichtig auf das Maul träufeln. Aber dabei möglichst darauf achten das nichts in die Nasenlöcher kommt! Da Schlüpflinge recht schnell wachsen sollte ausserdem auf eine gute Vitamin- und Mineralstoffversorgung geachtet werden, da hier ein erhöhter Bedarf vorhanden ist.
Bezüglich der weiteren Eier, der Schlupf kann noch ein paar Tage dauern, es könnten aber auch noch ein oder zwei Wochen vergehen. Auch hier kann man nicht pauschal sagen wann es im Detail soweit ist.
Eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung ist erst bei einem Alter von rund einem 3/4 Jahr möglich. Zum Teil kommt es da aber auch auf das Wachstum bzw. die Gewichtsentwicklung an. Bei machen Bartagamen kann es somit auch mal etwas früher sein, bei anderen dauert es etwas länger. Alles was vorher “erkannt” wird, gleicht mehr einem Raten, ist also nicht zuverlässig.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Hallo!
Die Bartagame haben am Montag 15 Eier gelegt die hälfte ist so weiß gelblich und weich. Woran merk ich den ob ich die eier entsorgen kann? Und wie gehe ich mit den Eieren um weil dort auch sich teilweise kleine Fliegen gebildet haben.
Danke im Vorraus
—– Antwort —–
Hallo Melanie,
da Bartagamen ja recht produktiv sind, würde ich wenn dann nur die “besten” Eier im Inkubator lassen. Es hört sich bei dir auch so an als ob einige Wachseier dabei wären. Die Eier sollten richtig prall und weiss aussehen dann ist alles in Ordnung. Mitunter können sie auch leicht Rosa aussehen, aber wenn es in Richtung gelb geht handelt es sich zumeist um Wachseier. Nachdem sich dort nun auch schon Fliegen gebildet haben, würde ich die betreffenden Eier einfach entsorgen.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Hallo !
Bin durch das ganze www gesurft und auf eure Seite gelandet.
Vielleicht kann man mir hier helfen…
Ich suche für meinem Bartagame ( Männchen, 32 cm ) ein Weibchen u. habe nur ganz junge gefunden, die erst geschlüpft sind und schon als Weibchen angeboten werden, was mich ja misstrauisch macht.
Hat hier vielleicht jemand ein Weibchen anzubieten o. weiß woher ich eins bekommen kann, was auch eins ist ?
Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen ;O)
Lg Ramona
—– Antwort —–
Hallo Ramona,
schau einfach mal auf den einschlägigen Kleinanzeigenseiten im Internet nach, da werden in der Regel fast immer welche angeboten. Bedenken solltest du allerdings das eine Quarantäne nötig ist, und das die Kombination 1.1 also ein Mänchen mit einem Weibchen kritisch ist. Du solltest in jedem Fall ein zweites komplett eingerichtetes Terrarium zur Verfügung haben, um ggf. trennen zu können. Die Chance das du es brauchen wirst ist sehr hoch. Bei jungen Bartagamen kann das Geschlecht noch nicht sicher bestimmt werden, ganz gleich was ein Verkäufer auch erzählen mag. Solche Angaben dienen nur der Verkäufsförderung, verlassen sollte man sich darauf in keinem Fall!
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Hallo, bin ganz neu in dieses Gebiet eingetaucht.
Es freut mich, dass es hier so eine gute Infoseite gibt.
Ich hätte da mal eine frage, die mir eine Anschaffung bisher verhindert hat.
Was muss ich jetzt genau im Terrarium für Beleuchtung rein? (Röhren mit UV oder doch SPOT mit UV)
Weiters möchte ich wissen, welchen Stromverbrauch ich nun wirklich für Licht- und Temperaturregelung jährlich oder monatl. rechnen muss?
Danke im Vorraus, aber es ist nicht dringend.
Lg Verena
—– Antwort —–
Hallo Verena,
der Stromverbrauch hängt ganz entscheidend von der Terrariengröße, der verwendeten Technik sowie dem eigenen Strompreis ab. Pauschale Antworten kann man also nicht darauf geben, da es sehr individuell ist. Ich würde aber erstmal rund 20-30 Euro im Monat einplanen.
Zur Beleuchtung, ich würde hier eine Bright Sun (Lampe die sowohl Wärme, Uv-Strahlung und auch viel Licht produziert) für den Sonnenplatz verwenden. Zur Grundbeleuchtung des Terrariums entweder HQI Strahler oder T5 Röhren, in Abhängigkeit von der Terrariengröße ggf. auch eine Kombination aus beidem.
Um hier Details nennen zu können, müsste man erst die Terrariengröße wissen.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Hallo Leute…
Unsere Babys sind vor etwa 3 Wochen geschlüpft. Es waren 18 Eier, von denen 14 geschlüpft sind.
Mir war klar, dass bestimmt nicht alle 14 überleben werden.
Jetzt ist aber eines der Jungtiere gestorben. Als wir es gefunden haben hatte es ganz schwarze Augenpartien. zusätzlich hatte es auch am Kopf und am Bauch so etwas wie ganz kleine Blasen. Gestern Abend hat es auch Sand gefressen und etwas Merkwürdige bewegungen gemacht.
Meine Frage… war das Kleine krank? und könnten die anderen auch angesteckt sein?
vielen Dank
—– Antwort —–
Hallo Kathrin,
bei jungen Bartagamen ist die Versorgung mit Vitaminen und Mineralien immer äußerst wichtig, damit Sie sich richtig entwickeln und gesund aufwachsen können. Dieses “Sandfressen” kann zwei mögliche Ursachen haben: 1.) ein Parasitenbefall oder 2.) ein Vitamin und/oder Minerallstoffmangel
Diese komischen Bewegungen die du beschrieben hast können ebenfalls ein Anzeichen für einen Vitamin und Mineralstoffmangel sein. Um so jünger die Bartagamen sind, um so anfälliger sind Sie auch.
Hier muss der Halter immer sehr genau darauf achten, das wirklich alle Schlüpflinge ausreichend Nahrung aufnehmen. Denn nur so ist auch eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung sichergestellt. Beim Bestäuben der Futterinsekten sollte auch darauf geachtet werden, das alle Insekten mit dem Vitamin- und Mineralstoffpräparat eingestäubt sind, außerdem solltest du überprüfen ob dein Präparat geeignet ist.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Guten Tag
Erst einmal “Hut ab” vor Ihrer sehr informativen Seite die Sie
hier so wunderbar und sehr ersichtlich erstellt haben ! Danke !
Meine Frage zu den Tieren wäre, woran erkenne ich Männchen & Weibchen ?
Vielen Dank im vorraus
MfG
—– Antwort —–
Hallo,
ich habe dir mal etwas zum Vergleich rausgesucht: KLICK
Anhang der beiden Bilder solltest du das Geschlecht deiner Bartagamen erkennen können, sofern sie dafür schon alt genug sind.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Hallo liebe Bartagamenfreunde,
meine Bartagame hat heute zum zweiten Mal seit dem ich sie besitze Eier gelegt.
Beim ersten Mal habe ich diese aus dem Terrarium entfernt und entsorgt, da ich nicht über die nötigen Voraussetzungen für die Aufzucht von Jungtieren verfügte.
Nun habe ich diese jedoch und habe eine Frage.
In allen Quellen die ich finden konnte, ist nur die Inkubation in einem Inkubator beschrieben. Ich möchte die Eier jedoch im Terrarium lassen, da meine Barti seid einer Woche das ganze Terrarium “umgegraben” hat und ich denke, sie hat eine für die Eier passende Stelle gefunden.
Meine Frage nun ist, wie ich nach den 60-80 Tagen verfahren soll. Sollte ich dann die von Barti aufgetragene Erde langsam abtragen oder macht Barti das selber.
Oder sind die schlüpfenden Jungtiere in der Lage sich selbst frei zu graben. (Konnte leider keine Quelle finden wie beschreibt wie das schlüpfen in der Natur genau abläuft)
Die Eier liegen in ca. 15 cm tiefe direkt auf einer dünnen Lehmschicht und darüber ist grobkörniger Wüstensand. Des weiteren hat es mich überrascht, das Barti die wohl kälteste Stelle im Terarrium für ihr Gelege ausgewählt hat. Ich wäre dankbar wenn jmd. der die Eier auch im Terrarium behalten hat und Erfolg hatte, vlt einen kurzen Kommentar oder Erfahrungswert schreiben könnte.
Vielen Dank
Benny
—– Antwort —–
Hallo Benny,
ob aus den Eiern etwas schlüpfen wird wenn diese im Terrarium bleiben, kann vorab keiner sagen. Die Fläche im Terrarium ist in der Regel ja doch begrenzt, soviel Auswahl hat eine Bartagame bei der Eiablage also auch nicht. Ich würde mich also nicht unbedingt darauf verlassen wollen das die Bartagame die “perfekte” Stelle ausgesucht hat. Trotzdem könnte das natürlich klappen, dann hast du allerdings gleich das nächste Problem. Die frischen Schlüpflinge werden von den adulten Bartagamen fast ausnahmslos als Futter betrachtet. Heißt, wenn du den Schlupf nicht schnell genug mitbekommst und entsprechend eingreifst, könnte es passieren das die Schlüpflinge von den adulten Bartagamen gefressen werden.
Wenn du die Eier also wirklich inkubieren möchtest, solltest du vielleicht doch besser über einen Inkubator nachdenken. Das wäre zumindest die sicherste Methode. Das ist auch der Grund warum man fast überall nur Hinweise auf eine Inkubation in einem Inkubator finden kann. Wer die Eier wirklich inkubieren möchte, der lässt sie nicht im Terrarium. In der Regel ist es für die Schlüpflinge kein Problem selber an die Oberfläche zu kommen, zumindest dann wenn sich oberhalb der Eier mehr oder weniger loser Sand befindet. Bei einem festen und richtig harten Boden wäre das natürlich weitaus problematischer, beziehungsweise nicht möglich. Aber auch hier kann es wieder Ausnahmen geben, nämlich dann wenn die Schlüpflinge aus welchen Gründen auch immer einfach zu schwach sind.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Hallo Leute,
ich habe mal eine Frage … Meine Bartagamdame hat heute morgen Eier abgelegt , allerdings nur 4 !!! Ich hab die kleine und ihren Partner vor ca. 1 jahr aus schlechter Haltung bekommen und weiß jetzt nicht was ich machen muss oder soll … Kann eine Eiablage sich über mehrere Tage ziehen oder könnte etwas schief gegangen sein … Mach mir Sorgen um mein mädchen ….
Lg Anja
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Hallo Anja,
eine Eiablage kann auch mal versetzt erfolgen, das heißt, es könnten später auch noch weitere Eier abgelegt werden. Kannst du denn weitere Eier am Bauch ertasten? Ansonsten würde nur ein Rontgenbild beim Tierarzt wirkliche Klarheit bringen, denn nur darauf könnte man dann erkennen ob noch weitere Eier vorhanden sind.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf
hallo ralf ich habe da eine frage ist es möglich das bartagamen damen in kurzer zeit 2mal eier ablegen können ? meine hat am 25.12.2011 eier abgelegt 22stück u nun ist sie seit 2 tagen wieder am graben u da frag ich mich ob sie wieder ablegen kann den die seiten am bauch sind ziemlich dick…..lg micha
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Hallo Micha,
ja, das ist möglich. Das wären rund vier Wochen zwischen den beiden Eiablagen, vom Zeitfenster her würde das also auch passen.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf