Apr 01 2010
Verbreitung

Bartagamen in freier Wildbahn findet man ausschließlich in Australien. Dort besiedeln sie vor allem trockenere und vom Menschen kaum bis gar nicht genutzte Gebiete. Einzige Ausnahme bildet die Pogona barbata, die sich ab und an auch gerne in Städten blicken lässt. Regionen mit einer grundsätzlich feuchteren Bodenbeschaffenheit wie beispielsweise den Norden des Landes oder Tasmanien meiden sie dagegen vollständig.
Davon abgesehen können diese Tiere aber praktisch überall auf dem fünften Kontinent von einem geübten Auge entdeckt werden. Sie tummeln sich je nach Art in Steppen und Halbwüsten, trockenen bis trockenfeuchten Gebieten mit Baum- und Buschbewuchs, Grassteppen und Trockenwäldern.
Solche Zonen kommen ihrem Bedürfnis nach Licht und Hitze gelegen, die sie als wechselwarme Tiere für den Ausgleich ihres Wärmehaushalts benötigen. Zudem bieten ihnen Steine, Gebüsch und Bäume dank ihres Tarnmusters ausreichende Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten. Als durchaus interessant könnte man dabei die Tatsache ansehen, dass sie zwar gerne Rinden und Stämme in ihrem Bewegungsdrang beziehungsweise bei Angriff und Verteidigung hinaufklettern, jedoch nie ihre Krallenfüße an Eukalyptusbäumen erproben. Deren glatte Oberfläche bietet ihnen offensichtlich nicht genug Halt.
Außer in Gefangenschaft sind Bartagamen ausgesprochene Einzelgänger, die ein fest abgestecktes Gebiet für sich beanspruchen und lediglich in der Paarungszeit die Gesellschaft andersgeschlechtlicher Tiere suchen.
