Apr 02 2010
Farbformen
Da die Bartagame mit Abstand zu den beliebtesten Terrariums-Bewohnern zählt, haben sich im Laufe der Zeit zahlreiche Varianten herausgebildet, die das Herz jedes Halters höher schlagen lassen.
Der folgende Überblick stellt einige der bekanntesten Farbexemplare sowie spezielle Charakteristika vor – mit Beschränkung auf die Pogona vitticeps. Im Bereich der Zwergbartagamen existieren keine klassischen Farbformen.
Praktisch sämtliche Züchtungen stammen dabei ursprünglich aus den USA und sind bei uns entweder als unmittelbare Nachkommen oder als Direktimport zu beziehen.
Normale / Wildfarbene / Nominate
Quasi die ursprüngliche Variante der Bartagame, die eine eher zurückhaltende Färbung in Braun- und Grautönen mit einer dunkleren bis schwarzen Musterung aufweist.
Sandfire
Eine der seltensten und teuersten Bartagamen, die es momentan auf dem Markt gibt. Sie zeichnet sich durch ihre sehr auffällige Körperfärbung in Gelb, Orange und Rot aus. Rar sind sie deshalb, weil der Name „Sandfire“ durch den gleichnamigen amerikanischen Züchter geschützt wurde und lediglich Nachkommen dieser Originale unter der Bezeichnung verkauft werden dürfen.
Sunburst
Eine ähnliche Zuchtform wie die Sandfire, aber mit schwächerer Ausprägung des orangen und roten Anteils. Bei Sunburst-Bartagamen dominiert das Gelb als Grundfarbe.
Snow
Tiere, deren Körper kaum Farbpigmente besitzt. Daher erscheinen sie hellgrau bis weiß und weisen nur eine sehr schwache Musterung auf. Einzige Ausnahme sind die Augen, die von einem orange-gelben Ring umrahmt sind.
Albinos
Bartagamen mit kaum oder gar keinen Farbpigmenten, deren Körper annähernd weiß und deren Augen rot sind. Trotz des interessanten Äußeren sollte man von diesen Züchtungen Abstand nehmen, denn ihre Lebenserwartung ist aufgrund von Überzüchtung recht gering.
Blood /Chris Allen Red/Red
Die ersten beiden Zuchtformen bestechen durch ihre kräftige, dunkle Rotfärbung, weshalb die Jungtiere schwer voneinander zu unterscheiden sind. Allerdings verlieren Blood-Bartagamen mit zunehmendem Alter ihr typisches Rot zugunsten eines Dunkelbraun, wohingegen die Chris Allen Red ihre markante Kolorierung beibehalten. Bartagamen mit der bloßen Bezeichnung „Red“ behalten diese ebenfalls bei, jedoch ist ihre Rotfärbung deutlich heller und kann sogar ins Rosa übergehen.
Salomon Hypo
Eine Kreuzung aus Sandfire und Snow, mit einer rosa beziehungsweise hell fliederfarbenen Grundierung und keiner Musterung.
Citrus
Bartagamen, die im Gegensatz zur Variante Sunburst kein gedecktes, sondern ein leuchtendes Gelb auf dem Körper tragen, das manchmal auch eine leichte Nuance ins Grünliche haben kann. Ausgewachsene Tiere besitzen zudem keine rötlichen oder orangefarbenen Anteile. Dies kann lediglich auf Jungtiere zutreffen, deren Entwicklung nicht abgeschlossen ist. Denn sie kommen in der Regel orange-rot zur Welt und bilden erst mit 10 bis 12 Monaten ihre charakteristische gelbe Beschuppung aus.
Pastell/Translucent
Keine eigentlichen Farbformen sondern vielmehr ein Hinweis auf die schwache Farbintensität (Pastell) beziehungsweise einen Körper, durch den die inneren Organe dezent zu erkennen sind (Translucent).
Leucistik / Patternless
Das typische Muster ist aufgrund fehlender schwarzer Pigmente schwach (Leucistik) bis gar nicht (Patternless) zu vorhanden.
Tiger/Stripped
Eine Musterung, die sich nicht wild über den Körper zieht, sondern in Querstreifen (Tiger) oder Längsstreifen (Stripped) verläuft.
Leatherback/Silkback
Diese Begriffe beziehen sich auf eine kleinere Schuppengröße und beschreiben Bartagamen, deren Körper weniger Struktur aufweist als der von Artgenossen. Ihre Haut wirkt dadurch glatter und feiner, fast wie Leder (Leatherback) oder bei extremer Reduktion wie Haut (Silkback).
German Giants
Vermutlich eine Kreuzung aus Pogona vitticeps und barbata, die mit einer Körperlänge von nicht selten bis zu 70 cm vergleichbare Exemplare deutlich überragt.
