Nov 24 2010

Einrichtung

Bartagame auf einer Terrarienrückwand

In ihrer natürlichen Umgebung steht den Bartagamen ein weites Terrain zur Fortbewegung zur Verfügung. Diese Freiheit sollte man ihnen auch im Terrarium eröffnen und nicht den gesamten Platz mit Dekorationsgegenständen verbauen. Ansonsten darf nach Herzenslust der Architekt in Ihnen das Ruder übernehmen.

Bodenbelag

Ein Gemisch aus Sand und Lehm – selbst hergestellt oder als fertiger Terrariensand gekauft – sollte den Boden in einer Höhe von rund 10cm bedecken. Damit die Tiere ihren Grabinstinkt ausleben können, kann das Substrat an einigen Stellen im Terrarium auch höher aufgeschüttet werden. Der Lehmanteil muss bei idealer Beschaffenheit zwischen 10 und 25 Prozent betragen. Reiner Sand eignet sich nicht, da die Bartagamen in diesen einsinken.
Darüber hinaus hat ein solcher Untergrund den nicht zu verachtenden Vorteil, dass er nach Belieben weiterverarbeitet werden kann. Zu einem lockeren Haufen angeschüttet dient er als Buddelstelle, mit etwas Wasser vermengt verwandelt er sich in steinähnliche Platten.
Für ein optisches Highlight sorgt dekorativer Sand in unterschiedlichen Farben.

 
Bartagame beim KletternRück- und Seitenwände
Wie bereits erwähnt, legen Bartagamen Wert auf längere Laufstrecken. Dadurch reduzieren sich natürlich die Möglichkeiten, das Terrarium abwechslungsreich zu gestalten. Dies lässt sich aber mit Hilfe von Rücken- und Seitenwänden beispielsweise aus Kork ohne enormen Aufwand ausgleichen. Dort angebrachte Verstecke und Aussichtsplattformen befriedigen außerdem den Drang der Tiere, das Terrarium von einem erhöhten Standort aus zu überblicken.

Dekoration und Pflanzen

Die individuelle Ausstattung ist zum einen Geschmackssache, zum anderen eine Frage der Bedürfnisse. Bartagamen sind aufgrund ihrer Herkunft sogenannte Lauerjäger. Das heißt, sie leben nach dem Motto „verstecken, beobachten, zuschlagen“.
Für Verstecke eignen sich zum Beispiel kleinere Höhlen, Baumrinden oder Korkröhren, die am Boden und an den Wänden angebracht werden. Dazwischen einzelnen Erhöhungen oder Plateaus streuen, von denen aus das Lebendfutter beäugt werden kann. Nicht zu vergessen Wurzeln und Äste, die es dem geschickten Räuber erlauben, zu klettern und blitzschnell auf seine Beute herunterzustoßen. Dann noch einige Steine für die Sonnenstunden und die Bartagame wird sich sicher wohlfühlen.

Echte Pflanzen eher sparsam einsetzen und wenn vorzugsweise im Topf, um den Bodenbelag nicht aufzuweichen. Als Zier- und Futterpflanze gleichermaßen eignet sich der bei Nagern und Vögeln bewährte Golliwoog. Auf echte Kakteen sollte aus Sicherheitsgründen besser verzichtet werden, zumindest dann wenn diese Stachel haben. Der Handel bietet hierfür ausreichend Ersatz in Form von täuschend Echt aussehenden Kakteen und Wüstenpflanzen an, so das sich für jeden Geschmack etwas passendes finden lässt.




13 Kommentare für “Einrichtung”

  1. Eveline sagt:

    Hallo Ralf

    Erstmals ein grosses Kompliment Für diese interessante und lehrreiche Seite.
    Wir konnten hier auf viele offene Fragen eine Antwort finden.

    Meine 3 Kids und ich haben uns entschlossen, unseren langersehnten und gut Überlegten Wunsch, Agamen als neue Familien Mitglieder zu halten, jetzt endlich in die tat umzusetzen.

    Unser selbst gebautes Eck-Terrarium besitzt die Form eines Diamanten und hat die masse
    180 cm x 180 cm im Eck, 60 cm nach vorne und 170 cm vorne bei der Glasfront. es ist 70 cm Hoch.
    Es ist ein bisschen schwierig zum erklären, stell dir einfach vor du faltest eine Serviette nicht gang in der mitte zu einem Dreieck.

    Nun meine Frage … wie beleuchte ich dieses Grosse Terri am besten?
    Wir haben uns gedacht, das wir 4 T5 Light Strip Power Röhren und 3 Bright Sun Desert 70 rein machen.
    Ist das genug oder was würdest du mir vorschlagen?

    Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Freundliche Grüsse aus der Schweiz

    Eveline

    —– Antwort ——

    Hallo Eveline,

    zunächst einmal danke für das Kompliment, schön das dir die Seite gefällt und auch schon weiter geholfen hat. :-)

    Ich würde bei einem Terrarium dieser Größe und Form bevorzugt mit HQI-Strahlern arbeiten, um eine ausreichende Grundbeleuchtung sicherzustellen. Ich würde hier drei HQI-Strahler a 70 Wattt – in jedem Fall welche mit großen breitem Reflektor damit die Fläche vernüftig ausgeleuchtet werden kann – zur reinen Beleuchtung einsetzen. Diese könnten so verteilt werden das quasi in jeder der drei Ecken – aber natürlich nicht ganz in der Ecke – ein Strahler plaziert wird, und in der Mitte dann noch zwei Bright Sun Lampen. So hätte man in der Mitte den hellsten Punkt, da könnten sich die Bartagamen auch Sonnen und auf Vorzugstemperatur bringen, und würden dabei auch gleichzeitig die nötige UV-Strahlung erhalten.

    Die Bright Sun könnten dabei natürlich im Terrarium angebracht werden, die HQI-Strahlern müssten allerdings auf dem Terrarium instaliert werden. Im Prinzip könnten diese von aussen auf die Terrariendecke gelegt werden, so das sie dann ins Terrarium scheinen können. Ich denke du verstehst schon wie ich das meine.

    Das wäre Möglichkeit eins. Wenn das so umgesetzt werden kann, würde das als komplette Beleuchtungstechnik ausreichen.

    Wenn das nicht möglich ist, wäre mein zweiter Vorschlag folgender:

    Eine Bright Sun Desert 70 Watt in der Mitte als Sonnenplatz, und zur gleichzeitigen Uv-Versorgung. Zwei weitere Bright Sun Desert Flood 70 Watt im Terrarium platziert um dieses noch etwas mit in der Fläche auszuleuchten. Dazu noch ein paar der bereits von dir erwähnten Light Strip T5 Power mit je 39 Watt. Ich denke drei bis 4 Stück der Röhren wäre schon eine gute Zahl um eine vernüftige Grundhelligkeit in das Terrarium zu bekommen. In Kombination mit den zwei Bright Sun Desert Flood 70 Watt wird das Terrarium gut ausgeleuchtet werden, und in der Mitte wäre ja auch noch eine normale Bright Sun vorhanden die auch noch Licht produziert.

    Ich hoffe meine Antwort hilft dir weiter. Das ganze Thema “Beleuchtung” ist ja recht komplex, weil es eben auch immer auf die Terrariengröße ankommt, und es zudem auch noch verschiedene Optionen bzw. Kombinationsmöglichkeiten gibt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  2. max sagt:

    Hallo ich habe ein terrarium in den maßen 120×60x60cm für eine bartagame
    ich bin mir nicht schlüssig was ich an bleuchtung brauche und in welchen mengen vllt kannst du mir auch dabei einen tipp geben so wie mit deine anderen texten die mir sehr weiter geholfen haben danke
    Mit freundlichen Grüßen
    Max

    —– Antwort —–

    Hallo Max,

    gerne versuche ich dir zu helfen. Bei der Terrariengröße und vor dem Hintergrund das es sich um eine Bartagame handelt, würde ich dir folgendes empfehlen: 1 Bright Sun Desert mit 70 Watt Leistung für den Sonnen- bzw. Wärmeplatz und zur Uv-Versorgung. Zur reinen Ausleuchtung des Terrariums – alleine schafft das eine Bright nicht – noch einen Hqi-Strahler. Da dieser aufgrund der Größe nicht so einfach im Terrarium verbaut werden kann, müsste man ihn oben drauf legen, und dann in das Terrarium scheinen lassen. Bei einem Holzterrarium wo man leicht eine Öffnung in den Deckel machen kann, ist das auch kein großer Aufwand.

    Sollte es sich hingegen um ein Ganzglasterrarium handeln, funktioniert das leider nicht so einfach. Im dem Fall würde ich statt dem Hqi-Strahler zwei T5 Röhren mit je 39 Watt verwenden. Diese könnten auch leicht innerhalb des Terrarium instaliert werden.

    Entsprechende Kombiangebote kannst du dir z.B. auch mal hier anschauen: KLICK

    Sowohl mit der Kombi Bright Sun/Hqi-Strahler als auch mit Bright Sun/T5 Röhren hättest du eine gute Grundbeleuchtung, sowie einen Wärmeplatz inklusive Uv-Versorgung.

    Ich hoffe ich konnte dir mit meiner Antwort weiterhelfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  3. Sanny sagt:

    Hallo Ralf,

    auch von mir großes Lob für die Seite! Wirklich super! ich habe jetzt trotzdem zwei Fragen.

    1. Kann man die Rückwand auch anders gestalten als aus Kork?
    Habe gelesen das manche auch Bauschaum nehmen und sowas? Wenn ja wie muss ich das danach verkleiden?

    (ich habe eine direkte Vorstellung wies aussehen soll, ich möchte in der 1ET zwei Höhlen machen, darüber soll nochmal eine gesamte Fläche von links nach rechts zum laufen sein!)

    2. Gehört eigentlich zur Erhährung. Habe mal das Kommentar zu einem Bild eines Bartis gelesen er wäre zu dick und bekäme zu viel Lebendfutter! Wie viel ist denn die richtige Menge?

    —– Antwort —–

    Hallo Sanny,

    ja, Rückwände können auch recht einfach mit Styropor und Fliesenkleber gestaltet werden. Schau dir am besten mal folgende Anleitung an: Leopardgeckos Rückwand
    Im Prinzip wird es bei Bartagamen genau so gemacht, der ganze Grundaufbau ist der selbe. Nur die Vorsprünge sollten natürlich etwas größer und dicker sein, auch ein oder zwei zusätzliche Schichten Fliesenkleber wären aufgrund des höheren Gewichts der Bartagamen zu empfehlen. Es gibt Halter die ihre Rückwande auch noch zusätzlich mit Epoxidharz versiegeln, das hält den Krallen deutlich besser stand und erhöht die Haltbarkeit der Rückwand.

    Bezüglich deiner zweiten Frage, es ist schwer darauf zu Antworten. Es ist wie beim Menschen, man kann einfach nicht völlig pauschal sagen Menge Xy passt, da jede Bartagame verschieden ist, ebenso wie auch die einzelnen Lebensumstände. Wenn eine Bartagame zu stark an Gewicht zulegt, dann liegt das in der Regel aber daran das einfach zu viele Insekten verfüttert werden. Das gilt jetzt für adulte Bartagamen, denn bei diesen sollte Grünfutter den Hauptteil der Nahrung ausmachen. Leider ist das aber oft nicht der Fall, das Ergebnis davon ist dann Übergewicht. Im dem Fall müsste der Halter die Nahrung konsequent umstellen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  4. Sanny sagt:

    Hallo,

    ich schon wieder. Ich habe nun noch eine Frage die mir vorhin so durch den Kopf schoss.
    Mein Terra ist ja nun aus OSB Platten. Wenn ich aber mein Lehm Sand Gemisch darin immer leicht feucht halte, fangen die OSB Platten dann nicht an zu schimmeln? Soll ich den Boden und die Ränder lasieren oder ne Folie drunter?

    Was sagt der Spezialist dazu? ;o)

    Lieben Gruß und danke für die anderen zwei Antworten

    —– Antwort —–

    Hallo Sanny,

    ja, die Platten würden mit der Zeit anfangen zu schimmeln, außerdem würden die OSB Platten anfangen stark aufzuquellen. Ich würde im unteren Bereich einen Schutzantrich auftragen, oder eben alternativ eine Folie verwenden. Für den Schutzanstrich könntest du z.B. Epoxidharz oder Spielzeuglack verwenden.

    Der komplette Bodengrund sollte allerdings nicht dauerhaft feucht gehalten werden. Das würde wenn dann nur für einen extra Bereich gelten, welcher für eine Eiablage gedacht ist. Diesen wiederum braucht man natürlich nur wenn adulte Weibchen vorhanden sind. Der oben angesprochene Schutz ist allerdings trotzdem ein Vorteil, da das Sand/Lehmgemisch ja in der Regel feucht eingefüllt wird. Und bis das trocken ist dauerts ja auch eine Weile.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  5. Sanny sagt:

    Noch schnell eine Frage hinterher werfen möchte. Was haltet Ihr, bzw du Ralf von Humus für das Terra? Grad bei den kleinen Bartis! Es soll ja super sein und auch sehr gut für die Hygiene!?

    Lieben Gruß Sanny

    mit Spencer, Mathilda und Elfriede die dieses Wochenende endlich ins Terra ziehen ;oP

    —– Antwort —–

    Hallo Sanny,

    es gibt durchaus Halter die Terrarienhumus verwenden und davon auch überzeugt sind, ebenso gibt es Tierärzte die das empfehlen. Bei jüngeren Bartagamen kann ich mit das noch vorstellen, bei älteren würde ich aber schon ein hartes Sand- Lehmgemisch bevorzugen. Bartagamen sollten ja einen trockenen Bodengrund haben, da hätte ich Bedenken das es mit dem Humus vielleicht zu stark staubt, selber ausprobiert habe ich es aber nicht. Wenn dann würde ich eher folgendes Produkt verwenden: Lucky Reptile Cannabis Bedding als Alternative zum Sand bei jungen Bartagamen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  6. Sanny sagt:

    Danke für die Antworten Ralf,

    den Humus bekomme ich bei einer gewonnenen Auktion dazu! Wusste eben nur nicht ob es wirklich so gut ist. Da die Bartis in Natur auch auf Sand laufen!
    Haben nun ein Sand Lehm Gemisch drin. Sobald es trocken ist ziehen die drei Süßen ein.

    Lieben Dank bis dahin, weiter so ;o)

  7. Kristian sagt:

    Hallo,
    VIELEN DANK für diese großartige Website :) .
    Ich muss hier echt ein großes Lob aussprechen an alle die daran beteiligt sind!
    Die Seite hat mir ungemein viel geholfen und inzwischen habe ich mich dazu bewegt mir eine Bartagame zu kaufen!
    Nun habe ich aber ein kleines Problem :(
    Ich habe mir Terrarium und Tier gekauft, beides ist noch beim Händler und ich kann es kommenden Mittwoch abholen.
    Das Terrarium ist fertig, das Einzige was noch fehlt ist der Sand und die Deko bzw die Verstecke.
    Nun ist meine Frage, kann ich die Bartagame trotzdem schon mit zu mir nach Hause nehmen oder nicht?
    Ich würde ihr für die 30 Minuten eine Styroporbox bieten mit ein wenig Sand etwas zu essen und etwas zum wohlfühlen.
    Wäre das schlimm für die Bartagame bei ca 23-25° Zimmertemparatur+ Wärmelampe kurz zu warten , bevor es in das Terrarium kommt?

    Vielen Dank nochmal :)
    Ich hoffe auf schnelle und Hilfreiche Informationen.

    Liebe Grüße
    Kristian

    —– Antwort —–

    Hallo Kristian,

    danke für das Lob! :-)
    Grundsätzlich wäre es kein Problem die Bartagame für eine kürzere Zeit in einer Styroporbox unterzubringen. Da muss dann auch kein Sand rein, einfache Küchenrolle reicht völlig aus. ABER, als Bodengrund sollte ein festeres Sand-Lehmgemisch verwendet werden. Und bis das durchgetrocknet ist, sollte am besten keine Bartagame in das Terrarium einziehen. Und das trocknen wiederum dauert eben auch seine Zeit, mit ein paar Tagen muss man da locker rechnen. Ein weiterer Punkt, so ein Terrarium sollte am besten immer erst “einlaufen”. Das heißt es sollte zumindest ein paar Tage ohne Bewohner in Betrieb sein, damit man die Temperaturen in Ruhe prüfen kann. Oft muss da nämlich noch nachgebessert werden. Und wenn dann schon eine Bartagame im Terrarium ist, kann das sehr problematisch sein, weil es entweder zu warm oder zu kalt sein könnte.

    Aus den genannten Gründen würde ich erstmal nur das Terrarium holen, den passenden Bodengrund einbringen und während der Trockung gleich die Temperaturen überprüfen. Wenn da alles stimmt kann auch die Bartagame einziehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  8. Kristian sagt:

    Hallo Ralf,
    danke für die schnelle Antwort.
    Mein Problem liegt nun da , ich kann heute das Terrarium holen , soll aber beim Händler bis Samstag die Bartagame abholen. Wäre das ein Problem das Terrarium von Mittwochmittag bis Samstagmittag einlaufen zu lassen ?
    Ich hab von vielen Züchtern die Empfehlung bekommen einen Kalziumuntergrund zu nehmen , da er fest ist , aber auch nicht zu fest zum Buddeln.
    Zudem ist er nicht schädlich für die Bartagame , da es rein Biologisch ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Kristian

    —– Antwort —–

    Hallo Kristian,

    diese Zeitspanne sollte für einen Testlauf wohl ausreichend sein. Beim Bodengrund bin ich allerdings anderer Ansicht. Ich halte ein Calcium-Substrat zwar nicht direkt für gefährlich, wie das manch andere tun, trotzdem würde ich selber sowas nicht verwenden wollen. Letztlich musst du das aber natürlich selber entscheiden. Bei solchen Punkten gibt es halt immer verschiedene Ansichten, und wer mit Bodengrund Xy bereits gute Erfahrungen gemacht hat, der bleibt in der Regel auch dabei und empfiehlt es entsprechend weiter.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  9. Katja sagt:

    Hallo..scheen das es diese Seite gibt….bin etwas ratlos und hoffe Ihr könnt mir helfen.

    Ich habe gestern meinen neuen Mitbewohner “reserviert”..jetzt meinte der Verkäufer das ich bei einer Baby-Bartagame (ca.8Wochen(ca. 20cm gross)) als Bodengrund eher zu Terra-Rindenmulch greifen soll als zu Sand..stimmt das?Inner Wüste gibt es ja auch kein Rindenmulch..der Verkäufer meinte das sie es nicht schlucken/essen können wie den Sand und das das dann zu verstopfung führt…verstecken sich nicht die Futtertiere eher darin als im Sand!?Die einen sagen das und die anderen sagen widerrum das es falsch ist….will ja nichts falsch machen..Der kleene kommt erst mal in ein Quarantäne-becken…bis der Tierarzt sein Okey gibt….

    Danke schonmal im vorraus!!!!

    —– Antwort —–

    Hallo Katja,

    weder Rindenmulch noch reiner bzw. loser Terrariensand ist für Bartagamen geeignet. Loser Sand könnte verschluckt werden, das stimmt zwar soweit, das selbe gilt allerdings auch für Rindenmulch. Und Rindenmulch ist wie du schon angemerkt hast auch kein wirklich natürlicher Untergrund für Bartagamen. Daher sollte auch nur ein festes Sand-Lehmgemisch verwendet werden. Da kann nichts verschluckt werden, die Bartagame kann vernüftig darauf laufen und auch mal darin Graben. Futtertiere können sich da auch nirgends drinn verstecken, und zudem kann der Kot auch noch sehr leicht entfernt werden.
    So ein Gemisch kann man fertig kaufen, oder Alternativ mit Sand und Lehmpulver auch selber mischen, je nachdem was einem lieber ist und welche Farben man möchte.

    Hier kannst du dir mal Anschauen was es da so alles gibt:

    Terrariensand
    Lehmpulver

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  10. Timstyle sagt:

    Hallo
    eine Frage ,
    habe so als Bodenbelag so eine groben Sand im Terrarium für 3 Monate alte Bartagame
    DIeser besteht aus Kalcium und ist verdaubar.
    ISt das so in Ordnung oder ist feiner Sand oder wass anderes zu empfehlen? =)
    Gruß Tim

    —– Antwort —–

    Hallo Tim,

    du solltest als Bodengrund nur ein festes Sand-Lehmgemisch verwenden. Auf losem Sand können die Tiere nicht vernünftig laufen. Außerdem besteht dann auch immer die Gefahr der bewussten oder unbewussten Sandaufnahme, was sehr ernste Folgen wie einen Darmverschluss haben kann. Also bitte möglichst schnell handeln, und den Bodengrund gegen ein Sand- und Lehmgemisch austauschen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  11. Boris Dieckow sagt:

    Hallo Ralf
    Zunächst einmal ein Riesenlob für die tolle Website. Es gibt ja viel im Internet zum Thema Bartagmen- diese Seite ist sicher die Beste.
    Nun zu meiner Frage. Wir wollen uns eine Bartagame anschaffen. Beim Kauf des Terrariums wissen wir nicht so recht was besser ist – ein Vollglasterrarium oder eines der Terrarien mit OBS.
    Zu was würdest Du raten ?
    Danke im voraus

    —– Antwort —–

    Hallo Boris,

    danke für das Lob! :-) Da Bartagamen ja doch recht große Terrarien brauchen, würde ich ein Holz bzw. OSB Terrarium klar bevorzugen. Bei Glasterrarien dieser Größe besteht oft schon ein Problem darin, sowas überhaupt in die Wohnräume zu bekommen. Aber selbst wenn das kein Problem sein sollte, so bietet ein OSB / Holz Terrarium auch noch weitere Vorteile, wie z.B. eine deutlich bessere Dämmung. Auch die Instalation der Technik ist wesentlich einfacher, da man z.B. ganz einfach Löcher bohren kann wenn man welche braucht. Einziger Nachteil ist – speziell bei OSB, bei beschichteten Platten weniger – das die Reinigung bzw. Desinfektion z.B. bei einem Parasitenbefall schwieriger ist. Das gilt aber wie gesagt auch nur für Flächen die nicht versiegelt sind, wie reines OSB. Trotzdem würde ich mich klar gegen das Glas entscheiden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  12. Nicole sagt:

    Hallo
    ich habe mir jetzt fast die gesamte Website angeschaut, da ich mir eine Bartagame anschaffen möchte und habe es vielleicht einfach überlesen. Ich würde gerne wissen wie ich eine Korkrückwand herstelle (welcher Kork zu empfehlen ist) und wie ich ihn befestige, da ich nicht will dass sich mein Barti vergiften. Zusätzlich wurde mir gesagt, dass ich den Kork auch einfärben könnte, doch auch hier wieder die Frage ob die Bartis auch am Kork knabbern und somit Farbe aufnehmen würden.
    Außerdem wollte ich mir ein Terrarium aus Holz bauen und hätte eine Frage zur Beleuchtung.
    Wie befestige ich die Lampen am besten und besteht bei Holz nicht die Gefahr dass das Holz zu heiß wird?
    Liebe Grüße Nicole

    —–Antwort —–

    Hallo Nicole,

    am besten wäre es die Rückwand aus Styropor und Fliesenkleber zu bauen. Das ist nicht schwer, und du kannst sie genau so bauen wie es deinen Vorstellungen entspricht. Eine Anleitung dafür findest du hier: Terrarienrückwand
    Du kannst sie im Prinzip genau wie dort beschrieben bauen, solltest die Vorsprünge und auch die Dicke selbiger aber natürlich an die Größe sowie das Gewicht der Bartagamen anpassen. Da Bartagamen ja doch deutlich mehr als Leopardgeckos wiegen, würde ich zur Sicherheit ein oder zwei zusätzliche Schichten Fliesenkleber auftragen, und die Rückwand zum Schluss auch noch mit Epoxidharz versiegeln. Die Versiegelung gibt der Rückwand zusätzliche Stabilität, und schützt sie zugleich vor den Krallen der Bartagamen. Außerdem erleichtert die Versiegelung auch noch die Reinigung der Rückwand. Wenn du größere Vorsprünge als Liegeplatz planen solltest, kannst du die zur Sicherheit auch noch von unten abstützen.

    Mittlerweile dürften wohl die meisten Bartagamenterrarien aus Holz, beziehungsweise OSB hergestellt werden, Probleme gibt es da bezüglich der Beleuchtung eigentlich nicht. In der Regel wird die Beleuchtung innerhalb des Terrariums instaliert, bei größeren HQI-Strahlern kann man diese auch auf das Terrarium legen und sie von oben reinscheinen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

  13. Normality sagt:

    Hallo

    Wollte für meine 2 Bartagamen noch eine große Baumwurzeln kaufen,

    muß ich da auf eine bestimmte Sorte Holz achten ?

    Oder könnte ich mir auch eine X beliebige Wurzel aus dem Wald holen ?

    Die aber wiederum voller Bakterien sein könnte ?

    Danke MfG

    —– Antwort —–

    Hallo,

    du solltest natürlich schon darauf achten das möglichst keine Insekten, Ameisen oder ähnliches mit der Wurzel in die Wohnräume eingeschleppt werden. Zusätzlich kannst du die Wurzeln mit sehr heißem Wasser, und einer Bürste gut reinigen. Je nach Größe könnte man die Wurzeln eventuell auch noch im Backofen erhitzen, um mögliche Kleinstlebewesen und sonstiges abzutöten. Dabei allerdings nicht mit der Temperatur übertreiben, sonst fängt es an zu kokeln. ;-) Du solltest bei der Auswahl darauf achten, keine halb vergammelte Wurzel zu erwischen, außerdem sollten keine harzigen Stellen vorhanden sein. Die Rinde würde ich ebenfalls entfernen, denn darunter halten sich mitunter auch noch zahlreiche Insekten, Käfer und ähnliches auf.
    Alternativ kann aber zum Beispiel auch folgendes verwendet werden: gebleichtes Rebholz

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

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